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Schwarzwurzel: Dunkle Hülle, heller Kern

Die Schwarzwurzel enthält Ballaststoffe und Vitamin E. Sie schmeckt roh und gedünstet, zum Beispiel in Eintöpfen. Aufgrund von Geschmack und Aussehen wird sie auch Winterspargel genannt
09.10.2014

Schwarzwurzeln muss man vor dem Verzehr schälen

Thinkstock/iStockphoto

Inhaltsstoffe: Unter anderem Vitamin E

Die Schwarzwurzel enthält unter anderem Vitamin E, A und C sowie verschiedene B-Vitamine. An Mineralstoffen finden sich in den Wurzeln zum Beispiel Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen. 

Herkunft: Südeuropäische Pflanze

Südeuropa ist die Wiege der Schwarzwurzel, deren wildwachsende Art lange Zeit als Heilpflanze gegen die Pest und Schlangenbisse galt. Als Gemüse wurde sie erst ab etwa 1700 angebaut, verbreitete sich dann aber schnell in ganz Europa.

Botanik: Verwandt mit Topinambur

Scorconera hispanica gehört zur Familie der Korbblütler. Die winterharte, mehrjährige Pflanze, die mit dem Topinambur verwandt ist, erreicht eine Höhe zwischen 60 Zentimetern und 1,30 Metern. Unterhalb der Oberfläche erreicht die walzenförmige Wurzel mit der spindelartigen Spitze eine Länge von bis zu 50 Zentimetern, der Durchmesser beträgt drei bis fünf Zentimeter. Die Farbe der von Milchröhren durchzogenen Außenhaut ist braun bis schwarz und fühlt sich samtig bis korkig an.

Saison: Frischware etwa zwischen September und April

Belgien, Frankreich und die Niederlande sind die Kultivierungszentren der Schwarzwurzel, die hierzulande kaum angebaut wird. Frischware gibt es bei uns etwa zwischen September und April. Für die Herbsternte erfolgt die Aussaat von März bis April. Wenn im August des Vorjahres ausgesät wurde, ist auch eine Sommerernte möglich.

Lagerung: Schwarzwurzeln kühl aufbewahren

Ein paar Tage überstehen die Schwarzwurzeln im Gemüsefach des Kühlschranks problemlos. Frische Schwarzwurzeln sind fest, sie sollten beim Kauf unverletzt sein.

Tipps zur Zubereitung: Beim Schälen Gummihandschuhe tragen

Das Gemüse gründlich unter fließendem Wasser waschen. Beim Schälen sollte man Gummihandschuhe und eine Schürze tragen, da der milchige Saft Flecken hinterlässt. Das Fruchtfleisch verfärbt sich nach dem Schälen schnell dunkel. Um seine weiße Farbe zu erhalten, kommen die geschälten Wurzeln am besten sofort in ein Essig-Mehl- beziehungsweise Zitronenwasser. Gegart werden sie in Stücken. Der Beiname "Winterspargel" für die Schwarzwurzel kommt von ihrem Aussehen, auch ihr nussiger Geschmack erinnert an Spargel.

Schwarzwurzeln passen gut in Suppen, Aufläufe und Eintöpfe. Als Gemüsebeilage zu Rinder- oder Schweinebraten wird die Schwarzwurzel in wenig Salzwasser gedünstet und zum Beispiel mit Bechamelsauce serviert oder in heißer Butter geschwenkt und mit gehackter Petersilie bestreut. Roh genießen kann man sie geraspelt als Salat. Die Kombination mit Äpfeln und Karotten bietet sich an, auch Erbsen und Nüsse passen hervorragend.

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Nährwerttabelle: Schwarzwurzel (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
18

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
2

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
5
Kalium (K)
320
Calcium (Ca)
55
Magnesium (Mg)
25
Phosphat (P)
75
Eisen (Fe)
3,3
Zink (Zn)
0,2

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
20
Vitamin E (mg)
6,0
Vitamin B1 (mg)
0,11
Vitamin B2 (mg)
0,04
Vitamin B6 (mg)
0,07
Folsäure (µg)
55
Vitamin C (mg)
4

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle



Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

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