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Schwarzer Rettich: Schön scharf

Scharf und reich an Vitamin C – der schwarze Rettich erlebt ein Comeback. Wie Sie ihn verwenden können
aktualisiert am 09.11.2014

Schwarzer Rettich ist schärfer als die weiße Variante

Thinkstock/Hemera

Inhaltsstoffe: Schwarzer Rettich wird gegen Husten eingesetzt

Der schwarze Rettich enthält ähnliche Nährstoffe wie der weiße Rettich. Die typische Schärfe kommt von den schwefelhaltigen Senfölen. Schwarzer Rettich enthält Vitamin-C, das wichtig für den Aufbau des Bindegewebes ist. In der Naturheilkunde wird Schwarzer Rettich gegen Husten eingesetzt, er soll schleimlösend wirken.

Herkunft: Jahrtausende lange Geschichte

Den schwarzen Rettich kennt man unter vielen Namen, darunter Winter-, Kriebel- oder Ackerrettich sowie langer schwarzer Pariser Rettich. Er lässt sich bis etwa 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung, bis zu den Ägyptern, zurückverfolgen. Ursprünglich wohl aus dem östlichen Mittelmeerraum stammend,  verlor er Mitte des 20. Jahrhunderts an Beliebtheit, weil der weiße Rettich ihm den Rang ablief. Mit dem Bio-Boom und der damit verbundenen Neunentdeckung alter Gemüsesorten hat er jetzt ein Comeback.

Botanik: Schwarzer Rettich ist ein Kreuzblütler

Raphanus sativus var. niger gehört zur Kreuzblütler-Familie und ist mit Senf, Meerrettich und Radieschen genauso verwandt wie mit Blumenkohl, Rotkohl und Pak-Choi. Seinen Namen hat er von dem dunkelbraunen bis schwarzen Schorf, mit dem die Rübe überzogen ist. Das Fruchtfleisch ist weiß und fest. Man unterscheidet zwei Sorten: Die eine ist rund, die andere ist eher länglich.

Saison: Heimische Ernte ab Oktober

Der schwarze Rettich wird heutzutage in Europa, China und verschiedenen Gegenden der USA kultiviert. Nachdem ab Juli gesät wurde, beginnt die Ernte der Pflanzen aus heimischer Bio-Produktion etwa ab Anfang Oktober, vor dem ersten Frost. Während der Wintermonate kommt das Angebot aus Lagerbeständen. Im Frühling befriedigt dann wieder der weiße Rettich die Nachfrage.

Lagerung: Schwarzer Rettich ist recht unempfindlich

Der schwarze Rettich kann ähnlich wie Karotten und Rüben gelagert werden, seine Haut macht ihn gegen Druck recht unempfindlich. In Sand und befreit vom Laub kann er im Keller bis zu einem halben Jahr halten.

Tipps zur Zubereitung: Schwarzer Rettich ist schärfer als weißer

Schwarzen Rettich schält man. Roh kann man ihn, genau wie den weißen, fein geraspelt oder geschnitten, als Salat verzehren oder zu einer Brotzeit genießen. Salz nimmt ihm etwas die Schärfe. Deshalb ist es ratsam, den Rettich erst kurz vor dem Verzehr zu salzen. Winterrettich ist schärfer als weißer Rettich. Darum wird die schwarze Variante auch oft gekocht oder eingelegt serviert.

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Bildnachweis: Thinkstock/Hemera

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