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Paprika: Feuriges Gemüse

Paprika enthalten unter anderem Vitamin C und Carotinoide. Der Inhaltsstoff Capsaicin sorgt für die Schärfe mancher Peperoni- und Chilisorten. Gemüsepaprika hingegen ist nicht scharf
aktualisiert am 17.06.2014

Rote Paprika sind besonders reich an Vitamin C

Shotshop/Sonja Witter

Inhaltsstoffe: Roter Paprika enthält viel Vitamin C

Vor allem roter Paprika ist eine wahre Vitamin-C-Bombe. Um den Vitamin-C-Tagesbedarf eines erwachsenen Mannes zu decken, reichen bereits weniger als 100 Gramm. Paprika enthalten auch Carotinoide, durch sie entsteht die Farbe der roten und gelben Paprika.
Für die Schärfe, die je nach Paprikasorte stark variiert, ist das überwiegend in den Scheidewänden und Samenkernen enthaltene Capsaicin verantwortlich. Die Messeinheit für die Schärfe lautet Scoville. In der Gemüsepaprika bewegt sich die Schärfe allerdings praktisch bei null Einheiten.

Herkunft: In den Küchen aller Kontinente

Im Deutschen werden die großen, milden, als Gemüse verwendeten Sorten als Paprika bezeichnet, die kleinen, scharfen Gewürzpaprika meist als Peperoni oder Chilischoten. Der deutsche Ausdruck Paprika wurde etwa im 19. Jahrhundert aus dem Ungarischen übernommen und bezeichnet sowohl das Gewürz als auch die Frucht. Das Wort Chili kommt aus dem Mexikanischen und kann sowohl die Frucht, als auch das Gewürz oder das Gericht meinen.

Die Gattung Paprika kommt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Archäologische Forschungen ergaben, dass sie bereits 7000 v. Chr. in wilder Form als Nutzpflanze diente. Ab etwa 5200 v. Chr. wurde sie durch Selektion gezüchtet. Christoph Kolumbus brachte den Paprika aus Amerika nach Europa, von wo er in den verschiedensten Varianten durch den portugiesischen Kolonialismus und weltweiten Handel schnell zum Bestandteil in den Küchen aller Kontinente wurde. So ist der Chili als Frucht oder Gewürz aus den meisten Küchen, in denen scharf gekocht wird – wie etwa Mexiko, Indien oder Thailand – nicht mehr wegzudenken.

Botanik: Paprika ist eine Beerenfrucht

Paprika sind meist mehrjährige, krautige Pflanzen, deren Samen oberirdisch keimen. Die Pflanze wächst je nach Sorte meist bis auf 150 Zentimeter Größe heran. Botanisch betrachtet ist der Gemüsepaprika eine Beerenfrucht, obwohl er umgangssprachlich als Schote bezeichnet wird. Je nach Sorte gibt es das Nachtschattengewächs in den verschiedensten Farbabstufungen von wachsweiß über hell- und dunkelgrün, gelb, orange bis zu rot. Auch die Formen sind vielfältig: rund, herz- oder kegelförmig, flach und spitz oder stumpf auslaufend sowie vierkantig. Die Außenhaut ist glatt, matt bis stark glänzend. Im Inneren finden sich dünne weiß-gelbliche Scheidewände, auf denen weiche, weiße Samenkerne sitzen.

Saison: Paprika gibt's 365 Tage im Jahr

Paprika gibt es bei uns 365 Tage im Jahr. Hochsaison ist zwischen Sommer und Spätherbst. Angebaut wird das Gemüse in tropischen und gemäßigten Zonen, in letzteren vor allem unter Glas und Folie. 

Lagerung von Paprika

Paprika mögen es zwar kühl und dunkel, im Kühlschrank ist es ihnen aber fast zu kalt. Besser zur Lagerung geeignet sind Speisekammer oder Keller. Achten Sie beim Kauf auf eine glänzende, knackige, unverletzte Haut ohne Flecken, der Stiel sollte frisch aussehen.

Tipps zur Zubereitung: Grillen, braten, füllen

Gemüsepaprika sind äußerst vielseitig verwendbar: Sie sind ein leckerer Rohkostsnack. Als typisch italienische Vorspeise werden sie gerne in Öl eingelegt gegessen. Sie lassen sich grillen und braten, ihre Form bietet sich aber auch zum Füllen an. Paprika schmecken auch in Eintöpfen und in die verschiedensten Arten von Reis-, Nudel- und Schmorgerichten wie etwa Ratatouille.
Paprikapulver aus getrockneten und gemahlenen Früchten bekommt man in verschiedenen Schärfegraden. Vorsicht bei der Zubereitung von Chilis und Peperonis! Wer keine Handschuhe anzieht, sollte darauf achten, sich nicht ins Auge zu fassen.

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Nährwerttabelle: Paprika (pro 100 Gramm)

     
    grüner Paprika roter Paprika

Energie

     
kcal
 
20
 
37
Fett
       
gesamt (g)
 
Spuren
 
Spuren

Kohlenhydrate

     
gesamt (g)
 
3
 
6

Mineralstoffe (mg)

     
Natrium (Na)
 
2
 
5
Kalium (K)
 
175
 
260
Calcium (Ca)
 
10
 
10
Magnesium (Mg)
 
10
 
15
Phosphat (P)
 
20
 
30
Eisen (Fe)
 
0,4
 
0,6
Zink (Zn)
 
0,1
 
0,2

Vitamine

     
Beta-Carotin (µg)
 
530
 
2125
Vitamin E (mg)
 
2,5
 
2,9
Vitamin B1 (mg)
 
0,05
 
0,04
Vitamin B2 (mg)
 
0,04
 
0,12
Vitamin B6 (mg)
 
0,24
 
0,15
Folsäure (µg)
 
55
 
55
Vitamin C (mg)
 
115
 
140

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle



Bildnachweis: Shotshop/Sonja Witter

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