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Holunder

Ob als Gelee, Sirup, Wein oder Tee: Der schwarze Holunder ist vielseitig verwendbar. Dank seiner Inhaltsstoffe wie der ätherischen Öle gilt Holunder auch als Heilpflanze
aktualisiert am 17.09.2013

Die schwarzen Beeren des Holunderstrauchs sollte man nicht roh essen

Thinkstock/iStockphoto

Inhaltsstoffe: Heilpflanze mit ätherischen Ölen

Holunderbeeren enthalten verschiedene Mineralstoffe und Vitamine. Holunder verfügt etwa über 18 Milligramm Vitamin C pro hundert Gramm.

Wegen seiner Inhaltsstoffe wie ätherischer Öle gilt Holunder als Heilpflanze: Er soll angeblich schweißtreibend und schleimlösend wirken und die Abwehrkräfte stärken. Holunderbeersaft hat einen Eisen-Anteil von 1,8 Milligramm pro hundert Gramm. Eisen ist für die Blutbildung wichtig.

Herkunft des Holunders: Sagenumwoben

Über den Holunderstrauch gibt es viele Sagen und Mythen. So soll sein Laub unangenehm riechen, weil sich der Apostel Judas an einem Holunderbaum erhängt haben soll. Gleichzeitig galt Holunder als Baum des Lebens. Auch glaubten die Menschen, er schütze gegen schwarze Magie, Hexen, Feuer und Blitzeinschlag.

Es sollte Unheil bringen, wenn man einen Holunderbaum beschnitt, weil in ihm gute Hausgeister wohnten. Deshalb zog man seinen Hut, wenn man an einem Holunderbaum vorbei kam. Als Sitz ihrer Schutzgöttin Holda brachten bereits die Germanen unter dem Holunderbaum ihre Opfer dar. Bei den Gebrüdern Grimm taucht Holda als "Frau Holle" wieder auf.

Botanik: Holunderbeeren sind Steinfrüchte

Als Holunder bezeichnet man botanisch eine Gattung in der Familie der Moschuskrautgewächse. Zu ihr zählen weltweit etwa zehn Arten. Umgangssprachlich meinen wir den schwarzen Holunder, wenn wir von Holunder sprechen. Er ist auch als Holler oder in der Schweiz als Holder bekannt.

Sambucus nigra findet man häufig in Hecken, Gärten und Wäldern. Der sehr robuste Strauch oder kleine Baum ist nicht frostanfällig, er entwickelt sich gut im Halbschatten. Er ist in ganz Europa beheimatet. Man findet ihn auch in Westsibirien, im nördlichen Indien, in Kleinasien, dem Kaukasus und Nordafrika.

Der Holunderbaum wächst bis zu sieben Meter hoch. Seine gelblich weißen Blüten verströmen ab Juni den betörenden, intensiv-bekannten Duft. Bis September entwickeln sich aus den in schirmförmigen Trugdolden angeordneten Blüten fünf bis sechs Millimeter große, kugelförmige dunkelviolett bis schwarze Steinfrüchte – was die korrekte botanische Bezeichnung ist, auch wenn uns die Früchte als Holunderbeeren geläufig sind. Ihr Saft schmeckt herb säuerlich und färbt stark.

Holunder-Saison: Vor allem im September und Oktober

Holunderdolden findet man auf Wochenmärkten und in Hofläden. Das Obst hat im September und Oktober Saison. Von Juni bis August und im November ist das Angebot geringer und die Früchte sind teurer.

Holunder-Lagerung: Am besten sofort verbrauchen

Holunderfrüchte sollte man am besten sofort verwenden, sonst drohen Gärprozesse.

Tipps zur Zubereitung

Achtung: Holunder sollte man nicht roh genießen. Rohe Früchte generell, aber auch unreife Früchte, können Erbrechen und Durchfall auslösen. Denn unreife Früchte und die Samen (auch des reifen Holunders) enthalten giftiges Sambunigrin. Kochen zerstört den giftigen Stoff. In Teig herausgebacken schmecken Holunderblüten gut als Holunderküchlein.

Kocht man die Blüten in Zuckerwasser, erhält man Holunderblütensirup, das im Sommer mit Wasser vermischt ein erfrischendes Getränk ergibt oder in Aperitifs und Cocktails zum Einsatz kommt. Aus Holunderbeeren kocht man zum Beispiel Gelee oder verarbeitet sie zu Wein. Holunderblütentee trinken viele bei Fieber oder bei Erkältungen.

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Nährwerttabelle: Holunderbeersaft (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
51

Fett


gesamt (g)
1

Kohlenhydrate


gesamt (g)
7

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
1
Kalium (K)
290
Calcium (Ca)
5
Magnesium (Mg)
35
Phosphat (P)
50
Eisen (Fe)
1,8
Zink (Zn)
0,2

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
350
Vitamin E (mg)
1,0
Vitamin B1 (mg)
0,03
Vitamin B2 (mg)
0,06
Vitamin B6 (mg)
0,09
Folsäure (µg)
6
Vitamin C (mg)
25

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle



Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

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