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Ananas: Königin der Tropenfrüchte

Die Ananas ist in Brasilien heimisch. Ihr Fruchtfleisch schmeckt säuerlich-süß und wird im Kühlschrank schnell braun
aktualisiert am 23.09.2013

Ananas: eine schmackhafte Südfrucht

Fotolia/Guiseppe Porzani

Inhaltsstoffe der Ananas

Ananas enthält das Enzym Bromelain, welches angeblich entzündungs- und ödemhemmend wirken soll. Zudem liefert die Südfrucht mit 20 Milligramm pro 100 Gramm einiges an Vitamin C – das entspricht etwa einem Fünftel des Tagesbedarfs eines Erwachsenen.

Darüberhinaus finden sich in den gesunden Früchten viele Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen, Phosphor, Zink. Kalzium ist wichtig für die Knochen, Eisen für die Blutbildung. Mit 55 Kilokalorien pro hundert Gramm hat die Ananas – wie die meisten Obstsorten – wenig Kalorien.

Herkunft der Ananas: In Brasilien daheim

Die Ananas ist in Paraguay und Südbrasilien zu Hause. Von dort gelangte sie nach Zentralamerika und auf die Westindischen Inseln. Christoph Kolumbus machte angeblich im Jahr 1493 auf Guadeloupe Bekanntschaft mit der exotischen Frucht, als die Ureinwohner ihm Ananas als Willkommens-Geschenk überreichten. Für die Verbreitung der Ananas in der ganzen Welt sorgten die Portugiesen, die sie Mitte des 16. Jahrhunderts nach Indien brachten. Im 18. und 19. Jahrhundert bauten vor allem Franzosen und Engländer die Frucht in Treibhäusern an. Als man ab dem 19. Jahrhundert ganze Ananaspflanzen aus der Karibik nach Europa zu verschiffen begann, wurde sie in größeren Mengen verfügbar und somit erschwinglicher.

Botanik: Familie der Bromeliengewächse

Die Ananas gehört zur Familie der Bromeliengewächse. Die krautige Pflanze wurzelt im Boden. Ihre dickfleischigen Blätter werden bis zu 80 Zentimeter lang und sechs Zentimeter breit. Sie bilden den Blattschopf oder die Rosette, in denen sich Regenwasser sammelt. Dieses Wasserreservoir dient Ananas comosus als Nährstoffspeicher. Deshalb überlebt die Ananaspflanze gut in nährstoffarmen oder trockenen Gegenden.

Die sich selbst befruchtenden, weiß bis rötlich-violetten Blüten entstehen im Alter von zwölf bis 20 Monaten und wachsen aus der Rosette. Aus ihnen bildet sich die Frucht. Zu dem Beerenfruchtverband gehören 100 bis 200 Früchte. Ist die Ananas reif, schmeckt ihr hell- bis goldgelbes Fruchtfleisch aromatisch und süßsäuerlich. Die Südfrucht wächst in tropischem, teilweise subtropischem Klima. Hauptanbaugebiet ist Brasilien.

Ananas-Saison: Früchte sind von Mai bis August teurer

Die Ananas ist das ganze Jahr über erhältlich. Sie kommt hauptsächlich aus Costa Rica, wird aber auch aus Ecuador, der Elfenbeinküste, Südafrika, Honduras und Ghana importiert. Von Mai bis August ist das Angebot geringer und die Früchte sind teurer.

Lagerung der Ananas: Nicht zu kalt

Die Ananas reift nicht nach. Reife Früchte reagieren auf Druck empfindlich und bleiben nicht mehr lange frisch. Die Südfrucht mag es warm. Temperaturen unter sieben Grad tun ihr nicht gut. Lagern Sie Ananas deshalb bei Zimmertemperatur. Geschälte Stücke halten sich nur kurze Zeit im Kühlschrank. Nicht in Alufolie verpacken. Verschließbare Plastikboxen eignen sich besser.

Tipps zur Ananas-Zubereitung

Eine reife und qualitativ gute Ananas erkennt man daran, dass sie fruchtig-gut riecht, keine weichen Stellen hat und ihre Blätter frisch und grün sind. Die Schale ist je nach Sorte gelb, grün, orangegelb oder rötlich. Vorsicht mit Milchprodukten: Das Eiweiß spaltende Enzym Bromelain führt hier zu einem bitteren Geschmack.

Ananas schmeckt gut als Tafelobst, Nachtisch, in Obstsalaten, in Kuchen oder als Chutney. Pikant zubereitet findet man sie auf der Pizza sowie in Fleisch-, Geflügel- oder Fischgerichten wie Currys. Bei uns sind auch Dosen-Ananas gängig, die reife Frucht bleibt als Konserve gut haltbar.

Zur Übersichtsseite des Obst- und Gemüselexikons

 

Nährwerttabelle: Ananas (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
55

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
12

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
2
Kalium (K)
180
Calcium (Ca)
15
Magnesium (Mg)
15
Phosphat (P)
9
Eisen (Fe)
0,4
Zink (Zn)
0,2

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
60
Vitamin E (mg)
0,1
Vitamin B1 (mg)
0,08
Vitamin B2 (mg)
0,03
Vitamin B6 (mg)
0,08
Folsäure (µg)
4
Vitamin C (mg)
20

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle



Bildnachweis: Fotolia/Guiseppe Porzani

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